Siggi
unterwegs mit den Juramusikanten
in New York
zur Steuben Parade
"Die Franken kumma"
Die Juramusikanten aus Hohenmirsberg heizen Mitwirkenden und Zuschauern der Steubenparade ein
NEW YORK
Fränkische Kultur auf den Straßen New Yorks: Die Hohenmirsberger Juramusikanten unter der Leitung von Norbert Lodes waren gemeinsam mit Landrat Hermann Hübner und zwei offiziellen Heimatbotschaftern zu Gast bei der 54. Steubenparade in den USA.
Mit dem Schlachtruf "New York, New York, die Franken kumma!" hatte am Donnerstag die große Reise mit der Fahrt zum Münchener Flughafen begonnen. Am Samstag zur Mittagszeit in New York City feierten Zehntausende in der Fifth Avenue gleich neben dem berühmten Central Park nicht nur die fränkischen Heimatbotschafter samt Landrat Hermann Hübner, sondern mehr als 20 weitere Musik- und Trachtengruppen, Spielmannszüge und weitere Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Zum größten Fest der Deutsch-Amerikaner in den USA war aus dem Landkreis Bayreuth eine insgesamt 30-köpfige fränkische Truppe angereist, um New York in diesem Jahr "a bissl fränkisch" zu machen. Norbert Lodes mit 15 weiteren Juramusikanten, einige Begleiter und zwei ganz besondere Gäste: Felix Appel aus Hollfeld und Sabine Rosenbaum aus Kirchenpingarten hatten sich in einem Gewinnspiel des Landkreises Bayreuth gemeinsam mit Radio Mainwelle durchgesetzt und durften nun in New York stolz als offizielle Heimatbotschafter die Region um Bayreuth und die Fränkische Schweiz repräsentieren. "Ich bin immer noch wahnsinnig aufgeregt und werde alles geben als Botschafterin unserer schönen Heimat - vor allem vor dieser unglaublichen Kulisse", sagte Sabine Rosenbaum bei ihrem ersten Besuch im Big Apple.
"Ich dreh' durch!" So kurz und bündig kommentierte Felix Appel immer wieder lauthals während der Parade die atemberaubende Stimmung und holte sich mit seinem fränkischen Charme so manches kleine Küsschen junger Damen aus New York ab. Die Juramusikanten spielten nicht nur im großen Zug während der Parade auf, sondern später auch auf der Hauptbühne gegenüber von Hunderten Ehrengästen und der Schirmherrin, Bundes-Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner.
Neben dem Höhepunkt für die Juramusikanten, auf Einladung des German-American Committee bei der Steubenparade dabei sein zu dürfen, standen während des Aufenthalts zahlreiche weitere Auftritte in New Jersey beim Deutschen Club in Clark an. Der hatte die Reise gemeinsam mit Sigi Stadter aus Bad Berneck initiiert und die musikalische Reisegruppe bei zahlreichen Gastfamilien untergebracht.
"Wir konnten unsere schöne Heimat hier Zehntausenden sympathischen Menschen in New York und übers Radio, Fernsehen und Internet Millionen weiteren präsentieren", sagte Landrat Hübner nach der Parade. "Unsere Sabine als fränkische Statue of Liberty hat in der Parade enorm Eindruck gemacht." Am Sonntag stand für die Juramusikanten noch ein Oktoberfest mitten in New Jersey auf dem Programm und am heutigen Montagabend treten die insgesamt 30 Botschafter dann die Heimreise an.red
Nordbayerischer Kurier vom Montag, 19. September 2011, Seite 17
Juramusikanten treffen zu Guttenberg
"Ein Oberfranke kommt immer wieder zurück"
Freudiges Wiedersehen: Mit Karl-Theodor zu Guttenberg bekamen die Juramusikanten aus Hohenmirsberg, die Botschafter des Landkreises Bayreuth bei der 54. Steubenparade am vergangenen Wochenende in New York, prominente Unterstützung. Die Musikanten trafen einen Tag vor der Parade Karl-Theodor zu Guttenberg in New York. Er hatte Termine in der Stadt, nahm sich ein paar Minuten Zeit für seinen Freund, den Bayreuther Landrat Hermann Hübner, und dessen Heimatbotschafter aus Oberfranken. Der ehemalige Minister zeigte sich locker, entspannt, frisch gestylt - mit neuer Frisur und ohne Brille - und reagierte auf die Frage, ob er vorhabe nach Deutschland zurückzukehren, mit einem Lächeln: "Natürlich! Ein Oberfranke kommt immer wieder zurück." Mit dem Treffen in New York wolle er zeigen, dass er den Erfolg der Juramusikanten bei der Steubenparade begleite. Ansonsten tue es ihm gut, "einfach mal in eine U-Bahn steigen zu können und ohne großen Rummel ein bisschen Ruhe mit der Familie zu haben", sagt er. Nach weiteren Auftritten in New York und New Jersey trat die Delegation aus dem Landkreis gestern Abend die Heimreise an. Foto: red
NBK Pegnitz vom Dienstag, 20. September 2011, Seite 23
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